Leise rieselt der Schnee …

Tut er das wirklich? Und wenn ja, warum? Viele Fragen ranken sich um den Schnee, die wir gerne einmal beantworten möchten. Denn wie ihr gleich erfahrt, ist das Produkt, das Skifahrer, Romantiker und Kinder für selbstverständlich nehmen, nicht nur wissenschaftlich äußerst interessant. Also auf geht´s – wir haben uns die weißen Flocken mal genau angeschaut.

Schneeerzeuger im Einsatz - Alpendorf Bergbahnen

Schneeerzeuger im Einsatz – Alpendorf Bergbahnen (c) Techno Alpin

Wie entsteht Schnee?

Am Anfang eines Schneekristalls steht ein Staubkorn oder ein gefrorenes Wassertröpfchen als Keim, an den Wasserdampf andockt. Nach und nach verwandelt er sich in Prismen, Säulen, Plättchen, Nadeln oder Schneesterne. Weil sich die Wassermoleküle in bestimmten Winkeln aneinanderlagern, sind Schneekristalle in der Regel sechseckig. Wegen der unzähligen Möglichkeiten, wie die Moleküle zusammenfinden können, geht man davon aus, dass jeder Kristall einzigartig ist. Mehrere Kristalle zusammen bilden eine Schneeflocke.

Warum ist Schnee weiß?

Schneeflocken sind eigentlich farblos wie Wassertropfen. Sie reflektieren das Licht – und da Sonnenlicht weiß ist, erscheint der Schnee weiß.

Sonnenschein am Berg - Alpendorf Bergbahnen

Sonnenschein am Berg – Alpendorf Bergbahnen

Wie schwer ist eine Schneeflocke?

Eine fünf Millimeter breite Flocke hat nur etwa vier Tausendstel Gramm Gewicht. Eine Schneewolke ist dennoch alles andere als federleicht: Eine typische, 100x100x100 Meter große Cumuluswolke wiegt 1.000 bis 10.000 Kilogramm – was zwei sehr fülligen Elefanten entspricht. Ein Wolkenwürfel von der Größe einer Waschmaschine bringt demnach ein Zehntel bis ein Gramm auf die Waage. Ein Nebeneffekt der vielen Hohlräume: Schnee schluckt Schall.

Wie schnell fällt eine Schneeflocke?

Das hängt von Form und Größe der Kristalle ab. Typische Werte liegen zwischen 0,2 bis 2 Metern pro Sekunde. Selbst Bummelflocken sind damit immer noch eiliger unterwegs als ein Faultier, die Flitzer unter den Flocken rieseln etwa so schnell, wie ein gemächlicher Jogger läuft.

Wie entsteht Schnee aus der Kanone?

Im Fachjargon heißen die maschinell erzeugten Eiskristalle „technischer Schnee“. Bei der Produktion von technischem Schnee wird die Entstehung des Naturschnees nachempfunden: Düsen zerstäuben das Wasser zu feinsten Tröpfchen, der Wassernebel trifft auf ein ebenfalls fein zerstäubtes Wasser-Druckluft-Gemisch, das die Schneekerne enthält. Kommt beides zusammen in die Umgebungsluft, bildet sich das Wasser-Luft-Gemisch zur Schneeflocke aus. Doch mit Schneeerzeugern allein ist es nicht getan. Moderne Beschneiungsanlagen sind ein komplexes System aus Speicherteichen für das Wasser, Pumpstationen, Rohrleitungen, Stromkabeln, Energieversorgung und Datenkabeln für die Steuerung.

Impressionen vom Berg - Alpendorf Bergbahnen

Impressionen vom Berg – Alpendorf Bergbahnen

 

Weitere spannende Geschichten finden Sie in der Ausgabe Winter 2016/17 unseres Gästemagazins „Mein Sankt Johann Alpendorf“.

Spuren im Schnee - Alpendorf Bergbahnen

Spuren im Schnee – Alpendorf Bergbahnen

 

Beitrag von Barbara Behrendt, Adelsberger Creativ Media.

 

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